M&A Konferenz Leipzig

Datum: 28. September 2018 - 29. September 2018
Veranstalter: Universität Leipzig
Veranstaltungsort: DE - Leipzig

Beschreibung:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Sie zu der 4. Leipziger Konferenz „Mergers & Acquisitions“ einzuladen!

Diese wird vom Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels-, Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht der Juristenfakultät der Universität Leipzig (Prof. Dr. Tim Drygala) in Zusammenarbeit mit Wächter Rechtsanwälte, Berlin, veranstaltet und am

Freitag und Samstag, dem 28. und 29. September 2018

wiederum im Großen Saal des Bundesverwaltungsgerichts (ehemaliges Reichsgericht) in Leipzig stattfinden.

Das Konferenzthema lautet:

“Verschuldenshaftung, Aufklärungspflichten, Wissenszurechnung und Verhaltenszurechnung bei M&A-Transaktionen”

Wir freuen uns, 23 sehr qualifizierte und einschlägig ausgewiesene Referenten bzw. Panel-Leiter, exponierte Hochschullehrer und M&A-Praktiker gewonnen zu haben.

Zusätzlich zu Ansprüchen aufgrund der Garantiekataloge in M&A-Verträgen erheben Käufer häufig Ansprüche aus der gesetzlichen Verschuldenshaftung (culpa in contrahendo, § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 263 StGB, § 826 BGB). Diese erweitert die Verkäuferhaftung gegenständlich auf einfach-schriftlich, außerhalb der Vertragsurkunde oder sogar nur mündlich oder stillschweigend oder durch pflichtwidriges Verschweigen getroffene Aussagen. Sodann greift u.U. eine persönliche Erweiterung Platz, indem die Rechtsprechung zu § 166 BGB das Wissen anderer Personen, v.a. von Managern und Organen des Zielunternehmens oder von Beratern, zurechnet und der Verkäufer u.U. nach § 278 BGB für Erklärungen oder das Schweigen solcher Personen haften kann. Da die Haftung wegen § 276 Abs. 3 BGB bei Vorsatz des Verkäufers nicht abbedungen, betragsmäßig oder auf sonstige Weise beschränkt werden kann und die Haftungsvoraussetzungen in allen genannten Dimensionen unscharf sind, ist der “Drohbereich” der Verschuldenshaftung post M&A sehr groß. Daher spielen aus dem Konferenzthema abgeleitete Ansprüche in vielen Verhandlungen und Rechtsstreitigkeiten post M&A eine große Rolle. Auch auf der Rechtsfolgenseite – beim Schadensersatz – bestehen große Ungewissheiten.

Zwei Umstände lassen uns besonders gespannt auf die Konferenz vorausblicken: Erstens betreffen alle Themen zentrale dogmatische Fragen des Schuldrechts und es werden daher Fortschritte in der Sache nur über dogmatische Lösungen möglich sein. Zweitens ist nicht nur die Rechtsprechung ebenso vereinzelt, unsicher und bisweilen fragwürdig wie bei den meisten M&A-Themen, sondern es zeichnet sich auch zwischen den M&A-Praktikern noch kein klarer Konsens ab. Zwar sind die meisten M&A-Praktiker “abstrakt“ pro Vertragsfreiheit, Eigenverantwortung und kontra richterliche Bevormundung von M&A-Akteuren und müssten daher für eine Begrenzung der Verschuldenshaftung, z.B. von Aufklärungspflichten und Wissenszurechnung, eintreten, aber sie setzen dies in konkreten Post M&A-Disputes immer wieder zurück, wenn es ihre Parteirolle verlangt.

Bei der Gelegenheit dürfen wir darauf hinweisen, dass die Vorträge der 3. Leipziger Konferenz „Mergers & Acquisitions” zum Thema „Venture Capital“ in Kürze bei C.H.Beck erscheinen und über den Buchhandel erhältlich sein werden.

 

Quelle: https://www.ma-konferenz-leipzig.de/#/aktuell

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