Trübe Aussichten: Flaute im M&A-Geschäft hält an 

Trübe Aussichten: Flaute im M&A-Geschäft hält an 

Das Geschäft mit Fusionen und Übernahmen stockt. Wie das HANDELSBLATT berichtet, fällt die Zahl der Deals, und das Volumina von Transaktionen sinkt ebenso. Für den Abschwung am M&A-Markt führen die Autoren Peter Köhler und Arno Schütze mehrere Gründe an.

Fusionen und Übernahmen stocken

Die verwöhnte M&A-Branche leidet. Ukraine-Konflikt und entsprechende Lieferengpässe führen zu einer Verunsicherung und einem Rückgang des Transaktionsgeschäftes. Lieferengpässe entstehen aber auch durch die Null-Covid-Strategie in China, die punktuell immer wieder zu Lockdowns führt. Steigende Energiekosten, Verwerfungen am Kapitalmarkt, Rezessionsängste und steigende Zinsen haben das Volumen und auch die Zahl der Deals im bisherigen Jahresverlauf deutlich verringert, analysieren die beiden Autoren.

Viele Faktoren lahmen das M&A-Geschäft

Sie berufen sich auf Daten des Wirtschaftsdienstes Refinitiv. Danach seien in Deutschland in den ersten neun Monaten nur noch Transaktionen mit einem Volumen von zusammen knapp 98 Milliarden Dollar angekündigt worden. Das seien 44 Prozent weniger als in der Vergleichszeit des Vorjahres. Erstmals seit 2017 sei damit in den ersten drei Quartalen die Marke von 100 Milliarden Dollar nicht überschritten, so die Analysten von Refinitv im HANDELSBLATT. Die Zahl der Deals sei von Januar bis September um 22 Prozent gesunken.

Verhaltenes Transaktionsgeschehen

Auch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) registriert ein verhaltenes Transaktionsgeschehen im deutschsprachigen Raum und gelangt zu ähnlichen Schlussfolgerungen: Die wirtschaftlichen Unsicherheiten in Folge des Russland-Ukraine-Kriegs machten sich jetzt im M&A-Markt bemerkbar. Im ersten Halbjahr 2022 fanden in Deutschland, Österreich und der Schweiz deutlich weniger Fusionen und Übernahmen statt. Die Anzahl der Transaktionen sank von 1.884 auf 1.436 – ein Rückgang um 23,8 Prozent. Damit bestätigt PwC die Zahlen von Refinitv.

Data Act und DSGVO – Rechtsklarheit für die Datenräume

Unternehmensdaten sollen in Europa künftig besser genutzt werden. Das Datengesetz Data Act ermöglicht es Unternehmen daher, den Zugang zu Daten anderer Unternehmen zu verbessern, um neue datengetriebene Geschäftsmodelle und Innovationen zu schaffen. Viele Fragen werden aufgeworfen: Wie soll dieses Recht umgesetzt werden, vor welchen neuen Herausforderungen stehen Unternehmen und wo bleibt der Datenschutz?

Rechtlicher Rahmen für die europäische Datennutzung

Das Datengesetz zielt darauf ab, einen rechtlichen Rahmen für die Nutzung und Weitergabe von Daten zu schaffen, der in der gesamten EU gilt. Ziel der Kommission ist es, mit dem Entwurf den Austausch und die Nutzung von Daten für alle Akteure der wirtschaftlichen Wertschöpfungskette zu verbessern bzw. überhaupt erst zu ermöglichen. Das Datengesetz sieht vor, dass die DSGVO nicht berührt wird, so dass die Regelung bei personenbezogenen Daten uneingeschränkt weiter gilt. Damit bietet sie nicht nur keine Lösung für die bestehenden ungelösten Probleme im Datenschutz, sondern droht auch die Rechtsunsicherheit zu verschärfen.

Hürden bei der gemeinsamen Datennutzung

Auch die gemeinsame Nutzung und der Austausch von Daten zwischen Unternehmen spielt eine entscheidende Rolle für die Wettbewerbsfähigkeit in der vernetzten Welt. Durch eine bessere Nutzung von Daten können innovative Geschäftsmodelle entstehen und Prozesse effizienter gestaltet werden. Allerdings stoßen Unternehmen hierzulande oft auf Hindernisse. Die Frage der Relevanz zwischen der DSGVO und bevorstehenden Datengesetzen ist ebenso wichtig wie die Vielzahl neuer Gesetze, darunter das Gesetz über digitale Dienste, das Gesetz über digitale Märkte und das anstehende Gesetz über künstliche Intelligenz.

Überforderung bei kleinen Unternehmen

Gerade kleine Unternehmen werden von der Vielfalt und Detailtiefe der neuen Regelungen und dem damit verbundenen Prüfaufwand überfordert sein. Hinzu kommen noch offene Fragen bezüglich einer einheitlichen Auslegung der DSGVO, anstehende Anpassungen des BDSG und bürokratische Überlastung durch Doppelarbeit. Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln ergab zudem, dass 71 % der deutschen Unternehmen die Anforderungen an ein effizientes Datenmanagement nicht erfüllen. Neben dem Datenschutz warten weitere Herausforderungen auf die deutsche Wirtschaft. Es haben sich einige datenschutzrechtliche Unklarheiten in Bezug auf den aktuellen Entwurf des Datengesetzes ergeben. Ähnlich wie bei den Datenportabilitätsvorschriften der DSGVO sind rechtliche und technische Vorgaben erforderlich, wie Daten übermittelt werden können. Voraussetzung ist auch die Klärung der Art der Daten. Lesen Sie dazu das gemeinsame Positionspapier von BvD e. V., Stiftung Datenschutz und DIHK.

Insolvenzverwalter finden – Hilfe bei Distressed M&A

Sie suchen einen Insolvenzverwalter? Sie suchen Hilfe bei Distressed M&A? Ein weiterer Service des Datenraum-Anbieters dataroomX® hilft bei der Suche. Unser M&A-Verzeichnis bietet bereits die Möglichkeit, den geeigneten M&A-Berater in seiner Nähe zu finden. Nun wird das Angebot auch um mögliche Insolvenzverwalter komplementiert.

Die Ausgangslage ist immer die gleiche: Bei einer insolventen Firma besteht oder droht eine Zahlungsunfähigkeit (nach § 17 InsO oder § 18 InsO) oder sie ist überschuldet (§ 19 InsO). Durch einen Verkauf von Anteilen kann sie saniert und seine Zahlungsfähigkeit wieder hergestellt werden. Das Aufkaufen von Unternehmen oder Unternehmensanteilen aus der Insolvenz nennt sich „Distressed M&A“, übersetzt heißt dies „Fusion oder Übernahme“ (Mergers & Acquisitions) innerhalb einer Krise.

Insolvenzverwalter suchen gezielt Investoren für die angeschlagenen Unternehmen. Dazu richten sie einen Datenraum wie vom Datenraum-Anbieter dataroomX® ein, der im Zuge einer Sorgfältigkeitsprüfung (sogenannte „Due Diligence“) anderen interessierten Investoren und Käufern alle betriebsrelevanten Dokumente im Dateiformat zur vertraulichen Einsicht bereitstellt. Die digitalen Datenräume sind besonders vor Dritten geschützt und dokumentieren alle Tätigkeiten: Wer hat welches Dokument angesehen oder heruntergeladen? Das Dokument wird mit einem Wasserzeichen versehen, welches es vor unerlaubter Vervielfältigung schützt.

Vielleicht suchen Sie eine Insolvenzverwaltung, einen Insolvenzverwalter für einen Schutzschirm mit Eigenverwaltung oder für einen Restrukturierungsverfahren (StaRUG). Insolvenzverwalter kennen sich aus, gehen den Krisenursachen auf den Grund und erarbeiten einen Maßnahmenplan zur Restrukturierung/Übertragung oder einen Insolvenzplan.

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Preise für Datenräume – Was kosten 2022 digitale Datenräume?

Welcher Datenraum ist der richtige? Wie kann ich Datenräume vergleichen? Was kosten digitale Datenräume 2022? Das sind häufig gestellte Fragen bei der Nutzung unserer Datenräume. Denn gerade die versteckten Kosten machen die Nutzung von Datenräumen unplanbar, wenn z. B. ein Abrechnungsmodell die Seitenaufrufe sind. Andere berechnen zusätzlich den Datentransfer der Dokumente (Dateien) oder erheben eine Gebühr je Seite. Es handelt sich um undurchsichtige und nicht mehr zeitgemäße Abrechnungsmodelle. Der Datenraum-Anbieter dataroomX® schafft mit seinen Flat-Preismodellen echte Planungssicherheit, welche Kosten für die Nutzung der Datenräume z. B. im Zuge eines Due Diligence-Prozess entstehen. (mehr …)