Trends 2023: Mergers and Acquisitions erfindet sich neu 

Der erste Deutsche Corporate Transformation Day des BM&A war ein voller Erfolg. Ein Panel beschäftigte sich mit dem Titel „Mergers and Acquisitions erfindet sich neu – Die Transformation des komplexesten Projekttyps für Unternehmen“. Eine der Kernbotschaften war die Erkenntnis, dass Innovationen in M&A-Projekten weitgehend von digitalen Geschäftsmodellen getrieben werden und dass Private Equity viel weniger getrieben ist als bisher angenommen. Der Titel des Einführungsvortrags lautete daher „Digitale Geschäftsmodelle als Treiber von M&A“. Dies wurde von EY-Parthenon-Partner Jens Weber gehalten.

Weber ging unter anderem auf den Einsatz künstlicher Intelligenz in M&A-Tools wie smarte Datenräumen (Data rooms) und M&A-Prozessen ein. Seiner Ansicht nach werde die tatsächliche Rolle von KI bei Fusionen und Übernahmen weit überschätzt. Die Praxis zeige, dass diese Verfahren eher aus der Betriebserfahrung stammen. Diese spiegelten sich beispielsweise in „Digital Blueprints“ wider, digitalen Speicherbausteinen, die aus Erfahrungen mit vorangegangenen Projekten abgeleitet würden. „Aber die Verwendung eines solchen Entwurfs allein erfüllt nicht die Erwartungen an konkrete Ergebnisse. Führungserfahrung bleibt dabei entscheidend, allerdings ist das Verständnis für neueste Entwicklungen bei digitalen Geschäftsmodellen Voraussetzung“, so Weber.

Heute wie damals sei das primäre Ziel von Transaktionen die Wertschöpfung. Die notwendige Verschiebung sollte sich primär auf das Erreichen langfristiger und hochgesteckter Ziele konzentrieren und nicht auf die typischen kurzfristigen Verbesserungspotenziale, die überwiegend marginaler Natur sind. Die Digitalisierung von Unternehmen wird wesentlich von strategischen Abteilungen vorangetrieben. Im Vergleich zum angloamerikanischen Raum hinke Deutschland jedoch hinterher. 

Eine weitere Präsentation wurde von Michael Scheibner, Chief Strategy Officer der GK Software SE, gehalten. Der Titel seines Beitrags lautete „M&A im digitalen Umfeld – Ein Praxisbericht aus dem Handel“. Scheibner stellte die Aussage in den Vordergrund, dass nicht etwa die KI-Truppe das neue M&A präge, sondern durch die Kultur des Treibers im jeweiligen M&A-Fall bestimmt werde: In der heutigen Zeit der Cyberangriffe auf M&A müssten Security Guidelines des M&A-betreibenden Unternehmens verwendet werden. Dazu gehörten vor allem sorgfältige Dokumentationen und hochsichere Datenräume. Vor allem spielten Gate Keeper eine Rolle, damit die Teams nicht unterlaufen werden könnten.

Die abschließende Fachdiskussion zum Thema fand im Kreis der Referenten statt. Die im Vortrag angesprochenen Einflussfaktoren, Richtungsentscheidungen und Lösungsansätze wurden erneut bestätigt.  Nach genauer Betrachtung der im Internet verfügbaren digitalen Beratungsangebote lasse sich hier ein gewaltiger Qualitätsunterschied feststellen. Viele Produkte seien unausgereift und warteten darauf, dass Kunden mit Geldmitteln darauf basierende Beratungsdienste kauften. Dabei zahlten sie vielleicht das Dreifache, erstens für das Beratungshonorar, zweitens für die Entwicklungskosten, die der Berater eigentlich vor dem Verkauf seines Produkts aufwenden müsste, und drittens, weil der Kunde die Mitarbeiter des Beratungsunternehmens auf sein Projekt einweist.

Fazit der Transformations-Day: M&A müsse sich selber neu erfinden, um den steigenden Leistungsdruck ausgleichen zu können und mit den notwendigen Veränderungen Schritt halten zu können. Treiber und Quelle seien zugleich digitalisierte Unternehmen. Diese vermittelten die notwendige Businesserfahrung, um die notwendigen Veränderungen zu bestehen. Sie sollen auch als Kristallisationspunkt für den Digitalisierungs- und Informationswandel der gesamten Gesellschaft dienen. Alle Bereiche, von der Industrie über die Verwaltung bis zur Industriegesellschaft, müssten offener für grundlegende Veränderungen sein. Dafür bedürfe es einer grundlegenden kulturellen Neuausrichtung unseres Landes.

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Foto: stock.adobe.com

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