Start von Anwaltspostfach trotz massiver Sicherheitsbedenken

4.12.2018

Kritik von allen Seiten: Kaum ein Tag vergeht, dass die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) nicht für das Chaos um „das besondere elektronische Anwaltspostfach“ (kurz beA) von ihren Mitgliedern und Fachexperten kritisiert wird. Vor genau einem Jahr (Dezember 2017) hatte die BRAK das Anwaltspostfach aus Sicherheitsgründen vom Netz genommen und es im Sommer 2018 trotz massiver Kritik wieder gestartet.

Massive Sicherheitsprobleme

Der Chaos Computer Club (CCC Darmstadt), der die Sicherheitsprobleme vergangenes Jahr aufdeckte, zeigt sich erschrocken, dass trotz der zahlreichen Bedenken die beA nun freigegeben wurde. Schlechte Benutzerführung, umständliche Eingabe, zeitfressendes statt -sparendes Handling sind neben den Sicherheitslöchern nur einige der geäußerte Kritikpunkte. Das beA-Projekt ist für die Experten gescheitert. Nur die Kammer wolle es noch nicht wahrhaben. Der CCC empfiehlt eine Umstellung der Software auf eine Opensource-Lizenz, um zu retten was noch zu retten ist.

Harte Kritik – Abschaltung empfohlen

Es sollte den E-Mail-Verkehr sicherer machen: Die beA
Foto: AdobeStock, naulicreative

Die Kritik fällt hart aus. Die Bundesrechtsanwaltskammer muss sich harte Vorwürfe gefallen lassen. Das Fachmagazin heise online kritisiert, dass die BRAK das beA für sicher erklärt, auch wenn nach Ansicht des Magazins „keineswegs alle bekannten Sicherheitslücken geschlossen seien“. Sie sieht noch eine Vielzahl an Sicherheitslücken, die durch ein Sicherheitsgutachten aufgezeigt worden seien und bislang nur zum Teil geschlossen wurden. Das Tech-Magazin golem.de sprach bereits vor einem Jahr davon, dass die Bundesrechtsanwaltskammer ihre Mitglieder einem gravierenden Sicherheitsrisiko ausgesetzt hätten. Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) mahnte derzeit, warum die BRAK in ihrer ersten Mitteilung von einem „abgelaufenen“ Zertifikat sprach, obwohl es wegen Hackergefahren zurückgezogen worden war.

Anwaltspostfach sollte anwaltliche Verschwiegenheit sichern

Mit beA sollen deutsche Anwälte mit Kollegen und Justiz elektronisch sicher kommunizieren. Da die anwaltliche Verschwiegenheit einer der Kernwerte des Berufes ist, sollte das Thema Sicherheit die oberste Prämisse bei der Entwicklung von beA haben. Durch die Verwendung von modernsten Authentifizierungs- und Verschlüsselungstechniken sollte sich laut BRAK kein Unbefugter – und auch die BRAK selbst nicht – Zugriff auf die Inhalte verschaffen.

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