Rekordjahr für deutsche Start-ups erwartet

24.3.2018

Due-Diligence-Datenräume bei dataroomX® boomen derzeit. Kein Wunder, die Stimmung an den Märkten ist bestens. Anleger wollen mitverdienen. Laut der aktuellen Studie von EY (Ernst & Young) werden die Mittel für Risikokapitalfonds um 6,5 Milliarden Euro aufgestockt. EY ist eine internationale Start-up-Initiative, initiiert und bestehend aus den Mitgliedsunternehmen von Ernst & Young Global Limited. Sie berät Start-ups in allen relevanten strategischen, steuerlichen, betriebswirtschaftlichen, rechtlichen und finanziellen Fragen.

Goldene Zeiten für Tech-Start-ups

Risikokapitalfonds stehen für Start-ups bereit
Foto: nd3000, fotolia.com

Internationale Investoren und erfolgreiche Börsengänge haben die deutsche Tech-Start-up Szene im Jahr 2017 auf ein neues Niveau gehoben: Insgesamt haben die Top 100 Start-ups in Deutschland seit ihrer Gründung sieben Milliarden Euro an Risikokapital erhalten – allein im vergangenen Jahr ist der Betrag um zwei Milliarden gestiegen. Nummer eins war zum Jahresende der Essenslieferdienst Delivery Hero, der bis zu seinem Börsengang ungefähr 1,5 Milliarden Euro einstrich, gefolgt von Auto1 (420 Mio. Euro).

Berlin ist Risikokapitalstadt Deutschlands

Knapp 70 Prozent des Gesamtinvestitionsvolumens – ca. 4,8 Milliarden Euro – floss an Berliner Start-ups, was die herausgehobene Bedeutung der Berliner Start-up-Szene verdeutlicht. Hamburg und München folgen mit Anteilen von jeweils etwa acht Prozent auf den Plätzen zwei und drei. Nicht nur das Volumen, sondern auch und die Zahl der Investitionsrunden stieg: Insgesamt wurden 480 Investitionen in deutsche Start-ups gezählt – das waren 28 mehr als im Vorjahr. Das sind Ergebnisse der aktuellen EY-Studie „Fast growth in Germany: Tech start-ups and investors setting new benchmarks. Transaktionsmarkt für schnell wachsende Technologieunternehmen in Deutschland“. „Wir sehen verstärkt global agierende Finanzinvestoren, die mit großvolumigen Wachstumsfinanzierungen erfolgreiche Start-ups börsenreif machen. Dabei ist Deutschland einer der wesentlichen Zielmärkte in Europa“, sagt Dr. Thomas Prüver, Partner in der Transaktionsberatung von EY und zuständig für Venture Capital und Technologietransaktionen. „Die Tech-Start-up Szene in Deutschland hat sich etabliert. Sie ist zu einer eigenen Industrie geworden“, meint Prüver. Etwa die Hälfte der 100 am höchsten finanzierten Unternehmen ist jünger als sieben Jahre – ein weiteres Indiz für die Dynamik dieses noch immer jungen Marktes.

Große und mittlere Unternehmen werden zu Kapitalgebern

Etablierte Unternehmen – sogenannte „Corporates“ – engagieren sich dabei zunehmend als Kapitalgeber bei Wachstumsfinanzierungen. Während in den letzten Jahren insbesondere Medienunternehmen und Unternehmen aus dem Einzelhandel unter den Investoren zu finden waren, ist nunmehr eine deutliche Verbreiterung der Investorenlandschaft zu beobachten. Große und mittlere Unternehmen aus verschiedensten Industriebereichen finanzieren und akquirieren schnell wachsende Technologieunternehmen in einem vorher nicht beobachtbaren Maße und verstärken damit eigene digitale Geschäftsfelder – ihr Anteil am M&A-Geschehen stieg von 31 auf 43 Prozent. „Für etablierte Unternehmen ist es absolut notwendig, sich mit dem Markt für schnell wachsende Technologieunternehmen auseinander zu setzen. Der Aufbau eigener Kapazitäten in diesem Bereich kostet viel Zeit und Management Ressourcen“, so Prüver.

Investoren steht viel Geld zur Verfügung

Vorläufig dürfte weiter viel Geld in deutsche Jungunternehmen fließen – denn den Investoren stehen hohe Summen zur Verfügung. Allein im Jahr 2017 haben Risikokapitalinvestoren zusätzliches Kapital von fast 6,5 Mrd. Euro für Investitionen insbesondere in Deutschland bereitgestellt. Dabei sind es vor allem internationale Finanzinvestoren und deutsche Großkonzerne, die den Markt besonders im Bereich der Wachstumsfinanzierungen stützen. „Deutsche Venture Capital-Investoren haben hingegen den Bereich der – eher kleinvolumigen – Frühphasenfinanzierung weiter gefestigt und tragen damit zum erfolgreichen Aufbau des deutschen Start-up-Ökosystems bei“, beobachtet Prüver.

Finanzierung für Deep-Tech-Geschäftsmodelle schwieriger

Trotz der aktuell insgesamt guten Finanzierungsbedingungen in Deutschland sieht Prüver nach wie vor Nachholbedarf: „Unternehmen, bei denen die Technologie der Kern des eigentlichen Geschäftsmodells ist – sogenannte Deep Tech-Geschäftsmodelle – haben es in Deutschland nach wie vor vergleichsweise schwer, hohe Finanzierungen zu akquirieren“, sagt Prüver. Unter Deep-Tech-Geschäftsmodellen verstehen sich Leistungsanbieter rund um künstliche Intelligenz (KI oder AI), Augmented Reality und Blockchain. „Technologie-IPOs im zweistelligen Milliardenbereich werden wir vorerst eher in den USA als in Deutschland sehen“. Solche Unternehmen würden in Deutschland im Vergleich mit den USA in relativ frühen Phasen verkauft werden. Dennoch ist Prüver auch hier optimistisch: „In der Projekt-Pipeline sehen wir zunehmend kapitalsuchende Unternehmen mit Technologien aus den Bereichen Künstliche Intelligenz oder Blockchain. Deutschland wird kurz- und mittelfristig – falls der notwendige politische Rückenwind einsetzt – auch hier eine Vorreiterrolle spielen können“.

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