Due Diligence-Checklisten

9.4.2018

Virtuelle Datenräume sind das Due Diligence-Instrument, wenn es um Unternehmens- oder Immobilientransaktionen geht. Letztlich soll der Unternehmenswert und damit der Kaufpreis ermittelt werden. Die Due Diligence nimmt das Transaktionsobjekt unter die Lupe und lotet potentielle Risiken eines Kaufs aus. Tickende Zeitbomben können steuerliche und rechtliche Fragen sein. Oft steht die Due Diligence unter enormen Zeitdruck. Nicht nur die bisherigen Bilanzen interessieren, sondern die Planzahlen, welche die zukünftige Entwicklung wiederspiegeln.

Due Diligence: Übersichtliche Ordnerstruktur im Datenraum

Due Diligence-Checklisten helfen bei den Prüfungen
Foto: fotolia.com, photon_photo

Eine Due Diligence will daher gut vorbereitet sein. Denn eine vollständige und übersichtliche Dokumentendarstellung in den für diese Zwecke eingerichteten Datenräumen bilden ein wichtiges Akquisitionsmittel für die geplante Transaktion. Auch die Frage, ob das Unternehmen eigenständig den Verkauf abwickelt oder sich eines professionellen Partners bedient, gilt es zu beantworten. Eine sorgfältige Risikoprüfung ist häufig neben dem „Daily Business“ schwer abzubilden. Due Diligence-Profis sind Dienstleister und haben Prüfungen auf allen Ebenen durchgeführt. Sie wissen, worauf es ankommt. Meist verfügen sie über ein veritables Netzwerk, um sogar den richtigen Adressatenkreis aufzutun und die Transaktion höchstbietend abzuschliessen. Auch Fachmann Sebastian Greif von der IHK Krefeld warnt vor einem bösen Erwachen: „Ziehen Sie bei einer Due Diligence Experten wie Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, technische Gutachter oder Juristen zu Rate.“ Seine Kammer hat die folgende Liste veröffentlicht, mit der die im Unternehmen enthaltenen Risiken aufgedeckt werden. „Je mehr Informationen man über das Unternehmen hat, umso besser kann man über den Kaufpreis verhandeln“, verrät Greif.

  • Standort: Lage, Straßenanbindung, Nachbarn, evtl. zukünftige Standortentwicklungen können bei der örtlichen Baubehörde erfragt werden
  • Ruf: sind die Kunden mit dem Produkt bzw. mit der Dienstleistung des Unternehmens zufrieden? wie steht es um die Zahlungsmoral des Unternehmens gegenüber den Lieferanten?
  • Kunden: welchen Kundenstamm hat das Unternehmen?
  • Mitarbeiter: besteht ein Personalüberhang; sind sowohl alte erfahrene als auch junge qualifizierte Nachwuchskräfte beschäftigt?
  • Zustand der Büro- bzw. Betriebsräume: festgestellte Mängel sollten Sie schriftlich festhalten; ob das Grundstück evtl. durch Altlasten verseucht ist, können Sie ggf. beim Umweltamt erfahren
  • Zustand der Geschäftsausstattung, Maschinen, Geräte, Fuhrpark, etc.: lassen Sie sich folgende Unterlagen vorlegen: Kauf- und Wartungsverträge, Garantieleistungen, Gutachten der Geräte-/Anlagenlieferanten, Berichte der Aufsichtsämter, Betriebserlaubnisse)
  • Finanzielle Situation (Kosten und Erträge): Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen, evtl. Lagebericht, Inventarliste, anhand derer Sie die Umsatz- und Gewinnentwicklung für die kommenden 3 bis 5 Jahre beurteilen können. Weiterhin sollten Sie Einsicht nehmen in: Bankkonten, Steuererklärungen der letzten Jahre, den letzten steuerrechtlichen Betriebsprüfungsbericht, Übersicht über alle öffentlichen Fördermittel und Zuschüsse der letzten 5 Jahre
  • Konkurrenz: informieren Sie sich über die Konkurrenten, mit denen Sie es zu tun haben werden; inwiefern unterscheidet sich Ihr Angebot von dem der Konkurrenz?)
  • Bestehende Verträge: lassen Sie sich sämtliche bestehenden Verträge zeigen und bestätigen, dass er Ihnen alle Verträge gezeigt hat; erkundigen Sie sich nach bestehenden Rechtsstreitigkeiten, bestehenden Schutzrechten und Lizenzen
  • Erfolg des Unternehmens im Branchenvergleich (mit Hilfe von Branchenkennzahlen können Sie feststellen, wie das Unternehmen im Vergleich zu anderen steht).

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Kostenlose Due Diligence Checkliste von G|W|G|L – Eine gute Datenraum-Struktur ist die halbe Miete

Eine kostenlose Due Diligence-Checkliste stellt auch die Hamburger Anwaltskanzlei und Steuerkanzlei G|W|G|L zur Verfügung, welche die Sorgfältigskeitprüfung in folgende 15 Datenraum-Oberordner empfiehlt. Gerade auf die strukturierte Darstellung der wichtigsten Dokumente und Informationen kommt es in einem virtuellen Datenraum an. „Für die Gesellschaft bietet der Datenraum die Chance, sich als gut aufgestelltes und sortiertes Unternehmen darzustellen. Wenn die angefragten Dokumente schnell und vollständig verfügbar sind, wird der Datenraum zum Aushängeschild des Unternehmens“, weiß Rechtsanwalt Dr. Conrad Grau aus der Erfahrung zu berichten.
1. Gesellschaftsrechtliche Grundlagen
2. Finanzierung der Gesellschaft
3. Gewerberaum und Grundstücke
4. Verträge mit Gesellschaftern, GF und verb. Unternehmen
5. Verträge mit Kunden
6. Verträge mit Lieferanten, Dienstleistern und Kooperationspartnern
7. Sonstige Verträge
8. Versicherungen
9. Arbeitnehmer (inkl. Geschäftsführer)
10. Geistiges Eigentum (IP)
11. Rechtsstreitigkeiten
12. Öffentlich-rechtliche Beziehungen
13. Qualitätssicherung und Datenschutz
14. Finanzen
15. Steuern
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Kostenlose Due Diligence Checkliste von Orglinea – Aufbereitung der Unterlagen in Due Diligence-Datenräumen

Die Stuttgarte Managementberatung Orglinea bringt ihre Due Diligence-Checkliste auf insgesamt 11 Punkte. Seit 2003 hat das Unternehmen seinen Fokus auf den Mittelstand in den Bereichen Benchmarking, Reorganisation und Unternehmensnachfolge:
1. Struktur der Gesellschaft
2. Geschäftsunterlagen
3. Grundvermögen
4. Gewerbliche Schutzrechte
5. Sonstiges Vermögen
6. Weitere Vereinbarungen
7. Gerichtsverfahren
8. Mitarbeiter
9. Renten
10. Steuern
11. Sonstiges
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Kostenlose Due Diligence Checkliste von FAS – Öffnung des Datenraums nach dem ersten indikativen Angebot

In der Financial Due Diligence Beratung ist auch die FAS AG tätig. Vor Projektbeginn werden Ablauf und Umfang der Due Diligence besprochen. Entsprechend ihrer Branchenerfahrung werden Untersuchungsbereiche erarbeitet. Unter Berücksichtigung der Kundenbedürfnisse in Bezug auf Budget und Kosten während der Transaktion, entwickelt die FAS auf Grundlage eines modularen Ansatzes ein individuelles Preisangebot bestehend aus Red Flag-Report und Full-Due Diligence.
1. Datengrundlagen
– Jahresabschlüsse (der letzten 3 Jahre)
– Prüfungsberichte
– Lageberichte
– Handelsregisterauszug
– Gewerbeanmeldungen und Gewerbeerlaubnis
– Organigramm und Beteiligungsstrukturen
– Ergebnisabführungs- und Beherrschungsverträge
– Gesellschafterverträge und sämtliche in den vergangenen Jahren gefasste
– Wesentliche Beschlüsse
– Anträge auf Eröffnung von Vergleichs-, Konkurs- und Insolvenzverfahren
– Managementletter des Abschlussprüfers
– Interne Revisionsberichte
– Bilanzierungsrichtlinien
– Anwendung von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten
– Vorgenommene Änderungen innerhalb der Wahlrechte und Begründungen
– Gesellschafterliste
– Portrait der Geschäftsleitung
– Haftungsverhältnisse
– Bürgschaften
– Patronatserklärungen
2. Organisationsstruktur
3. Informationen und Erläuterungen zu KPIs
4. Marktumfeld
5. Wesentliche Bilanzpositionen
6. Sachanlagevermögen
7. Wesentliche GuV-Positionen
8. Planung
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Die Nutzung von virtuellen Datenräumen in Due Diligence-Prozessen gehört heute zur üblichen Praxis bei Unternehmens- und Immobilientransaktionen. Viele der bisher in Deutschland angebotenen Lösungen werden jedoch den zentralen Nutzerbedürfnissen insbesondere bei kleinen und mittleren Projekten nicht gerecht. Hohe Kosten, fehlende Flexibilität bzgl. einer individuellen Gestaltung, komplexe Strukturen oder auch ein Datenhosting außerhalb Deutschlands gehören zu den oft genannten Kritikpunkten. Und genau hier unterscheidet sich der Datenraum-Anbieter dataroomX® vom Wettbewerb. DatenraumdataroomX® überträgt Erfahrungen des typischen PC-Anwenders ganz intuitiv auf das Thema Datenraum. Wer ein Dateiverzeichnis oder einen E-Mail-Dienst nutzt, beherrscht auch dataroomX® ohne Probleme. Und dabei macht dataroomX® Schluss mit überzogenen und intransparenten Kosten.

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