Datenräume sollen Notare die digitale GmbH-Gründung erleichtern

17.1.2018

Unternehmensgründungen sollen rasch und unkompliziert sein und den Gründern die rechtliche Sicherheit bieten, die notwendig ist, damit sich Gründer auf den Markteintritt konzentrieren können. Die Österreichische Notariatskammer empfiehlt die Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen der GmbH-Gründung im § 4a GmbH-G, die einen digitalen Workflow für die Gründer in Österreich ermöglicht. Hier unterstützen die Notare in Österreich die bereits umgesetzten und angekündigten Anstrengungen der Österreichischen Bundesregierung voll inhaltlich. Dazu gehört auch die Möglichkeit der digitalen Gründung von Ein- und Mehrpersonengesellschaften im Sinne der Digitalisierung des Gesellschaftsrechts, die auch auf europäischer Ebene hohe Priorität genießt.

Datenräume vereinfachen GmbH-Gründung

Das österreichische Notariat hat den digitalen Workflow für die GmbH-Gründung bereits in der Testphase und wird bald einsatzfähig sein. Um den Gründern in Österreich diesen Weg der Unternehmensgründung zu eröffnen, sind noch Anpassungen im GmbH-Recht notwendig. Der neu konzipierte und in Fertigstellung befindliche digitale Workflow für die GmbH-Gründung erspart den Gründern Wege unter Aufrechterhaltung der hohen Beratungsqualität durch den Notar. Nach der Prüfung der Identität wird ein gesicherter Datenraum eingerichtet, in dem relevante Daten zur GmbH-Gründung ausgetauscht werden. Denn jedes neue Unternehmen hat seine spezifischen Rahmenbedingungen und Anforderungen, die auf Basis von Beratungsgesprächen in einem individuellen Gesellschaftsvertrag festgelegt werden müssen. Das verstehen die Notarinnen und Notare unter Erleichterung der Unternehmensgründung, denn sie kennen die Wünsche und die Notwendigkeiten von Gründern aus der täglichen Arbeit.

Gesicherte Datenräume bald einsatzfähig

Justizpalast in Wien: Die österreichischen Notare wollen mehr Digitialisierung
Foto: Stephan Walochnik (fotolia.com)

Die Experten unter den österreichischen Notaren haben die relevanten rechtlichen Bestimmungen bereits in einem Vorschlag formuliert, der an die Politik wie auch an das Bundesministerium für Justiz übermittelt wird. Aktuell sorgen 514 Notarinnen und Notare in ganz Österreich für einen leichten Zugang zum Recht und zur Rechtsvorsorge. Sie beraten kompetent und unparteiisch im Sinne der Menschen wie auch der Unternehmen und vermeiden damit Konflikte. Damit entlasten sie auch die Gerichte.

Innovative Notariatskammer

Das österreichische Notariat ist europaweit führend in der ständigen Modernisierung der Rechtsdienstleistungen. Mit cyberDOC hat das Notariat im Jahr 2000 das erste elektronische Archiv für Urkunden geschaffen. Die Notartreuhandbank ist eine wesentliche Säule im notariellen Dienstleistungsangebot. Der digitale Rechtsverkehr mit der Justiz (webERV) ist seit vielen Jahren gelebte Praxis in jedem Notariat. Und die Branche steht in den Startlöchern für die Digitalisierung von Verlassenschaften und der Gründung von Gesellschaften mit beschränkter Haftung, sobald die rechtlichen Rahmenbedingungen dafür geschaffen sind.

 

 

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