Chaos um „beA“ – Rechtsanwälte sollten virtuelle Datenräume nutzen

28.12.2017

Nachdem die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) gestern mitgeteilt hat, „das besondere elektronische Anwaltspostfach“ (kurz beA) aus Sicherheitsgründen vorerst offline zu lassen, wird Rechtsanwälten empfohlen virtuelle Datenräume wie z. B. von dataroomX® für ihre sichere Kommunikation zu nutzen.

Virtuelle Datenräume Alternative für beA

Wegen Hackergefahr ist beA offline – Datenräume geeignete Alternative
Foto: fotolia.com – Africa Studio

Virtuelle Datenräume ermöglichen den sicheren Austausch von sensiblen Dokumenten. Die Schriftstücke werden durch individuelle Wasserzeichen mit Datumsstempel und Leser geschützt. Der Download und das Ausdrucken von PDF-Dokumenten kann gesperrt werden sowie ein Fotografierschutz aktiviert werden. Die virtuellen Datenräume sind besonders sicher programmiert und werden seit Jahren vor allem für den klassischen Due Diligence-Bereich eingesetzt. Berufsgeheimnisträger wie Anwälte nutzten bereits in der Vergangenheit virtuelle Datenräumen zur Mandantenkommunikation.

Nutzung des Anwaltspostfachs unsicher

Am vergangenen Freitag, 22. Dezember, hatte die BRAK die beA-Plattform vom Netz genommen, nachdem ein für den Zugang erforderliches Zertifikat als unsicher eingestuft und gesperrt worden war. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sei davon nicht betroffen gewesen. Die Vertraulichkeit der Datenübertragungen sei zu jedem Zeitpunkt gesichert gewesen, so die BRAK. Es handele sich um ein Zugangs- bzw. Verbindungsproblem, das der Technologieentwickler des beA-Systems trotz intensiver Arbeiten bislang nicht gelöst hat. Die BRAK wird daher das beA-System erst wieder bereitstellen, wenn der technologische Dienstleister die Störungen vollständig behoben und einen sicheren Zugang gewährleistet hat. Allen Rechtsanwälten, die entsprechend der ursprünglichen Empfehlung vom 22.12.2017 das ersatzweise bereitgestellte Sicherheitszertifikat installierten, rät die BRAK dringend zur Deinstallation, um sich aus dem Zertifikat möglicherweise ergebende Sicherheitsrisiken für die individuelle PC-Umgebung auszuschließen.

Fachpresse spricht von gravierendem Sicherheitsrisiko

Andere Medien berichten übereinstimmend, das Produkt sei wegen Sicherheitsproblemen ausgesetzt worden, die auf einem Hackerkongress aufgefallen seien. Das Tech-Magazin golem.de sprach davon, dass die Bundesrechtsanwaltskammer ihre Mitglieder einem gravierenden Sicherheitsrisiko ausgesetzt hätten. So sei es laut der Tageszeitung Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) fraglich, warum die BRAK in ihrer ersten Mitteilung von einem „abgelaufenen“ Zertifikat sprach, obwohl es wegen Hackergefahren zurückgezogen worden war.

Anwaltspostfach sollte anwaltliche Verschwiegenheit sichern

Mit beA sollte jeder deutscher Rechtsanwalt künftig sicher und einfach mit Kollegen und sukzessive auch mit der Justiz elektronisch kommunizieren sollen. Da die anwaltliche Verschwiegenheit einer der Kernwerte des Berufes ist, war Sicherheit die oberste Prämisse bei der Entwicklung von beA. Das gilt für den Zugang zum System genauso wie für die Übertragung und Speicherung der einzelnen Nachrichten. Durch die Verwendung von modernsten Authentifizierungs- und Verschlüsselungstechniken sollte sich laut BRAK kein Unbefugter – und auch die BRAK selbst nicht – Zugriff auf die Inhalte verschaffen. Nun muss beA vorerst offline bleiben – Sicherheit und Datenschutz haben für die BRAK Priorität.

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Solange beA nicht funktioniert, ist der Einsatz virtueller Datenräume eine sichere Plattform zum Mandanten- und Behördenaustausch. dataroomX® zählt zu den sichersten und beliebtesten digitalen Datenraum-Anbieter Deutschlands. Über die Datenräume werden monatlich Transaktionen in mehrstelliger Millionenhöhe von renommierten Unternehmen, Kanzleien, Banken und Institutionen durchgeführt. Kanzleien können das Produkt kostenfrei 14 Tage testen.

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